
Offene vs. geschlossene Kühlmöbel – Auswirkungen auf den Umsatz: Monoprix Place de Paris/Luxemburg
Der Lebensmitteleinzelhandel steht vor einer besonderen Herausforderung: Er muss den Energieverbrauch seines Marktes senken und dabei gleichzeitig sein Präsentationsniveau und seine Verkaufsleistung wahren bzw. steigern. Der wichtigste Teil dieser Herausforderung scheint sich in einer einzigen Frage zu spiegeln: Wählen wir Kühlmöbel mit oder ohne Türen? Es scheint nur ein Entweder/Oder zu geben. Dabei lassen sich Energieeffizienz und Einkaufserlebnis durchaus in Einklang bringen.
Die Filiale Monoprix Place de Paris in Luxemburg ist ein konkretes Beispiel dafür, wie eine gut durchdachte Kombination aus offenen und geschlossenen Kühlmöbeln aussehen kann.

NDL JUPITER – mit Glastüren oder offen
Die Monoprix-Filiale wurde mit gewerblichen Kühlmöbeln von FREOR ausgestattet. Zu ihnen gehören die hohen Kühlregale NDL JUPITER, die halbhohen Kühlregale NDL PLUTON SPACE und die TK-Schränke NDL ERIDA.
Eine besonders interessante Rolle bei dieser Auswahl spielen die NDL-JUPITER-Kühlregale. Während der größte Teil dieser Regale mit Glastüren ausgestattet ist und zu Inseln oder langen Reihen gruppiert wurde, blieben die Kopfmöbel bzw. Endregale bewusst offen. Dieser punktuell freie Zugriff auf die Produkte verstärkt die ohnehin exponierte Position der Randmöbel und macht sie zu idealen Präsentanten von Aktionswaren. Aufbauort und Funktion des Kühlmöbels dienen bei dieser Lösung als Entscheidungshilfe. Im Ergebnis steht eine sinnvolle Verbindung zwischen den Energieeffizienz-Vorteilen geschlossener Kühlregale und der verkaufsfördernden Wirkung von offenen Kühlmöbeln mit ihrem leichten Zugang und ihrer Impulskraft.
Dieser Lösung ging eine zentrale Frage voraus: Wie wirken sich offene und geschlossene Kühlmöbel auf den Umsatz, das Kundenverhalten und den Energieverbrauch im modernen Einzelhandel aus?

Offen vs. geschlossen: Kundenverhalten und Verkaufsleistung
Offene Kühlmöbel fördern naturgemäß Impulskäufe, denn sie ermöglichen einen unmittelbaren und mühelosen Zugang zu den Produkten. Käufen können stöbern oder spontane Entscheidungen treffen und direkt zugreifen. Es gibt keine physischen Barrieren. Das gibt dem Einkauf ein Gefühl von Leichtigkeit und Schnelle.
Im Gegensatz dazu verursachen geschlossene Kühlmöbel mit Glastüren eine kleine, aber spürbare Unterbrechnung im „Shopping Flow“. Der Kunde muss die Tür erst öffnen, bevor er ein Produkt herausnehmen kann. Das kann das Impulsverhalten leicht schwächen – insbesondere dann, wenn die Kaufentscheidung ohnehin nur gering motiviert ist. Allerdings führen Glastüren bei manchen Kunden auch zu einer ganz anderen Reaktion. Sie sehen die Türen nicht als Barriere, sondern als erhöhten Frischeschutz. Da Glastüren die optische Wertigkeit des Möbels steigern, wird diese Wahrnehmung oft auf die Produktqualität übertragen. Nicht Einfachheit führt dann zur Umsatzsteigerung, sondern der Anspruch an Frische und Haltbarkeit.
Im Monoprix Place de Paris fördern offene Kühlmöbel an den Enden großer Verkaufsreihen den Spontaneinkauf, während geschlossene Regale den widerkehrenden Einkauf von Grundnahrungsmitteln unterstützen.
Offen vs. geschlossen: Auswirkungen auf den Energieverbrauch
Mit Blick auf den Energieverbrauch unterscheiden sich offene und geschlossene Kühlmöbel erheblich. Offene Kühlmöbel verlieren ständig Kaltluft an die Umgebung. Um das auszugleichen, werden Kühlsysteme stärker beansprucht. Der Energieverbrauch steigt. Um das zu verhindern, sind alle FREOR NDL JUPITER Kühlregale serienmäßig mit einer Dual Airflow-Technologie ausgestattet. Sie senkt den Kaltluftaustritt aus dem Innenraum des Kühlmöbels. Bis zu 20 % an Energie wird allein auf diese Weise gespart.
Geschlossene Kühlmöbel mit Glastüren schränken Energieverluste von Anfang an ein. Die Innenraumtemperatur wird stabil gehalten. Im Ergebnis stehen Energieeinsparungen von bis zu 50 %, also immer noch deutlich mehr, als offene Geräte mit Dual-Airflow-Technologie erreichen können. Glastüren sind unschlagbar – nicht nur mit Blick auf die deutliche Senkung der Betriebskosten, sondern auch mit Blick auf die Verringerung der CO₂-Emissionen. Sie tragen wesentlich dazu bei, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Monoprix Place de Paris legt seinen Schwerpunkt ganz eindeutig auf Energieeinsparungen. Der größte Teil seiner Kühlmöbel sind durch geschlossene Glastüren offen für ein Maximum an Energieeffizienz im gesamten Markt.
Fazit
Kühlmöbel mit Glastüren sind die bevorzugte Lösung im modernen Einzelhandel. Sie sind in Sachen Energieeffizienz absolut nicht zu übertreffen. Das ist aber kein Widerspruch zu der Tatsache, dass offene Geräte in Bereichen mit hoher Kundenfrequenz auf andere Weise effektiv sein können. Entscheidend bleiben aber die Kühlmöbelanordnung und eine klare Merchandising-Strategie. Bei Aktionszonen und Impulskauf-Displays steht die Strategie im Vordergrund und ihr begrenzter Einsatz. In diesem kleinen Bereich und Zeitfenster können offene Kühlmöbel Sinn machen. Als primäre Option sind sie nicht zu empfehlen, da geschlossene Kühlmöbel die mit Abstand nachhaltigere und effizientere Kühllösung sind. Außerdem eignen sie sich ideal für die meisten Produktkategorien und für alle Artikel des täglichen Bedarfs, die der Kunde am stärksten nachfragt.
Geschlossene Kühlmöbel können durch starkes Merchandising, eine gute Sichtbarkeit und eine durchdachte Ladengestaltung beides gleichzeitig leisten: den Umsatz aufrechterhalten und die Energieeffizienz deutlich steigern. Monoprix Place de Paris steht für diesen Ansatz: geschlossene Kühlmöbel als Kern der Kühlung, ergänzt durch gezielt platzierte offene Einheiten für Aktionen und zur Förderung von Impulskäufen. Dieses Konzept erweist sich als sehr überzeugend. Sabcolux, unser Partner in Luxemburg, hat es erfolgreich umgesetzt.
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